„Bei so viel Gastfreundschaft fühlt man sich wie zu Hause“, lautet Monika Kaspers Fazit nach vier Tagen in der italienischen Partnergemeinde Mezzago. Die Vorsitzende der Amici Reilingen-Mezzago gehörte der 50-köpfigen Reisetruppe an, die der Sonne entgegen gefahren ist, um die Freundschaft mit den Mezzagesen zu pflegen. Dass die Zeit dort zu kurz war, steht für die Reisenden außer Frage. Verschwendet haben sie aber keine Sekunde davon. Denn das Programm war gespickt mit zahlreichen Highlights und kulinarischen Köstlichkeiten aus der italienischen Küche.
„Abfahrt nach Monza“...

dom...hieß es gleich am Tag nach der Anreise. Dort wartete nicht nur der Dom und die Altstadt auf die Reilinger, sondern auch ein Besuch auf der Rennstrecke. „Der Klang der alten, röhrenden Motoren ließ manches Männerherz höher schlagen“, sagt die Partnerschaftsvereinsvorsitzende lachend, fand dort gerade ein Oldtimerrennen statt, das beide Nationen begeisterte. Einmal selbst das Siegertreppchen für ein Foto zu erklimmen - diese Gelegenheit ließen sich nicht einmal Bürgermeister Walter Klein und sein italienischer Amtskollege Antonio Colombo entgehen.

Besuch in der Scala

Doch Rennsport sollte nicht das einzige sein, was die Besucher aus der deutschen Partnergemeinde an diesem Tag erleben durften: In Mailand war mit einem Besuch der Scala Kultur angesagt. „Wir hatten das Glück, eine Probe mitzuerleben. Es wurde gerade ein Teil von Wagners ,Ring’ einstudiert“, erzählt Monika Kasper von dem außergewöhnlichen Erlebnis in dem berühmten Opernhaus.

80 Kilometer von Mezzago entfernt lag das nächste Ziel der Reisegruppe: die Cascina Caremma im
Naturschutzgebiet „Parco del Ticino". Der atemberaubende Blick in die wunderschöne Naturlandschaft bei einem Mittagessen in einer offenen Scheune wurde jedoch ein wenig getrübt: Langfinger brachen den Reisebus auf und klauten zwei sich darin befindliche Rucksäcke. „Traurig, aber nicht ganz so schlimm, weil sich kaum Wertsachen darin befanden“, so Monika Kasper.

Abends ging dann ordentlich die Post ab mit Ivory

Die mitgereisten Rocker von "Ivory“ heizten den Gästen im Palazzo Archinti ordentlich ein. Als dann noch Charly Weibel auf die Bühne geholt wurde und „Knockin’ on Heaven’s“ zum Besten gab, gab es auch für ältere Semester kein Halten mehr. „Opa rockt bei 28 Grad die Bühne“, sagte seine Frau Petra schmunzelnd. Die jungen Musiker von „Ivory“ knüpften dagegen Kontakte mit der einheimischen Rockband aus Mezzago, „Quantum Rock“, die sogleich in die Spargelgemeinde eingeladen wurde.

Wiedersehen in Kürze

Vor der Abreise wartete noch ein Treffen der Partnerschaftsvereine. Dabei wurde der Termin für den nächsten Besuch der Mezzagesen in Reilingen besprochen. Nächstes Jahr im Juli will eine Schulklasse für eine Woche den Alltag in Deutschland kennenlernen. Zuvor kommt eine kleine Truppe aber noch zum Reilinger Straßenfest, um dort Parmesan und Wein zugunsten der Erdbebenopfer zu verkaufen. Bürgermeister Colombo und sein Stellvertreter wollen auch zur Verabschiedung von Walter Klein anreisen.
Zum Abschluss tauschten die Vereine ihre Gastgeschenke aus. Die Reilinger überraschten die Mezzagesen mit Kinderbüchern für die Bibliothek des Kindergartens. Im Gegenzug nahmen sie sechs auf Leinwand gezogene Bilder von jungen Künstlern aus den Kindergärten von Mezzago entgegen. Etwas Sperriges hatte Walter Klein für Colombo im Gepäck: eine Parkbank, auf der er nach seiner Pensionierung gerne sitzen würde. Mit dieser Idee könnte sich auch sein italienischer Amtskollege anfreunden: In knapp einem Jahr geht er ebenfalls in den wohlverdienten Ruhestand

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